Augenzentrum Frauenfeld:>>Funktionsweise
Funktionsweise 2019-08-05T11:47:01+00:00

Wie wird die Sehleistung mittels Laser korrigiert?

Wenn die Hornhaut oberflächlich gelasert wird (PRK):

Der Laser, welcher in der refraktiven Augenchirurgie benützt wird, schiesst in der Sekunde mehrere Hundert Laserimpulse ab, die mikroskopisch kleine Partikel des Hornhautgewebes entfernen. Damit das eigentliche Hornhautgewebe zum Lasern frei liegt, muss der Chirurg zunächst die Schutzschicht der Hornhaut (das Epithel) entfernen. Dann liegt das Hornhautgewebe (Stroma) frei und der Laserabtrag kann vorgenommen werden.

Vorteil der Methode: Keine Minderung der mechanischen Stabilität der Hornhaut durch einen Schnitt. Auch relativ dünne Hornhäute können behandelt werden.

Wenn die Hornhaut in der Tiefe gelasert wird (LASIK):

Es muss oberflächenparallel ein Läppchen auf der Hornhaut geschnitten werden, welches 0.12 Millimeter dünn ist. Das Läppchen wird zurück geklappt und es wird auf dem freiliegenden Hornhautgewebe (tiefes Stroma) gelasert.

Dann geschieht der eigentliche Laserabtrag der Hornhaut. Auf Tausendstel Millimeter genau trägt der Laser gemäss Ihrer vermessenden Oberfläche das Gewebe ab, also «customized» wird exakt Ihre Hornhautfläche bearbeitet. Ziel ist eine ideal-sphärische Oberfläche, welche das Licht exakt auf Ihrer Netzhaut bündelt, ohne dass optische Korrekturen notwendig sind.

Das Lasern dauert nur einige Sekunden. Während des Laserns verfolgt ein Blickverfolgungssystem – der sogenannte Eye-Tracker – genau die Position des Auges. Die Zieloptik des Lasers reagiert innert Millisekunden darauf und so ist sicher gestellt, dass durch unwillkürliche Blickbewegungen nicht an der falschen Stelle durch den Laser Gewebe abgetragen wird.

Im Falle der LASIK wird das Läppchen wieder zurück geklappt und dann wird (auch bei der PRK) eine Verbandslinse auf das Auge gelegt, um die behandelte Stelle zu schützen.